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Montag, 11. Juni 2012

Münchener Opernfestspiele 2012

Die diesjährigen Münchener Opernfestspiele stehen ganz im Zeichen von Wagners Ring des Nibelungen. Ab dem 03. Juli werden in der Bayerischen Staatsoper zwei Ring-Zyklen aufgeführt. Doch das Highlight der Festivitäten ist sicherlich die Premiere der Götterdämmerung am 30. Juni in einer absoluten Traum-Besetzung! Und alle, die keine Karten mehr bekommen haben, haben am 15. Juli die Möglichkeit sich eine Live-Übertragung auf den Max-Joseph-Platz anzusehen.

Den Auftakt zum Festival macht die UniCredit Festspielnacht am 23. Juni. Es werden auf mehreren Bühnen in den Fünf Höfen, der HypoVereinsbank (Altstadtfiliale) und in der Kardinal-Faulhaber-Straße Künstler der Opernfestspiele Highlights und Häppchen aus Oper, Konzert, Tanz und Literatur zum Besten geben. Der Eintritt ist frei.

Wagnerin. Ein Haus der Kunstmusik
24., 25. Juni - Haus der Kunst - 28 EUR bzw. 10 EUR (ermäßigt)
„Ein Abend ohne Götter und Helden, für Cosima, Winifred, Gudrun und Katharina Wagner, viele Blaue Mädchen, Herrenensemble und übrig gebliebene Posaunisten des Festspielorchesters“ – so der Ankündigungstext. Darunter vorstellen können wir uns: „wir spielen ganz fiktiv mit einem Untergang der Bayreuther Festspiele in naher Zukunft. Das Orchester und die Helden sind abgereist, nur die Posaunen bleiben. Im Haus Wahnfried sitzen vier Wagner-Frauen und versuchen, die Wagnersche Idee zu retten...." , (Regisseur Sven Holm) 

Dämmerung
27., 28., 29., 30. Juni, 1. Juli – Allerheiligen Hofkirche – 6 EUR
Eine szenische Installation von Romeo Castellucci.

Festspiel-Gala-Konzert
29. Juni – Nationaltheater – 9-100 EUR
Der Abend wird von Waltraud Meier und Kent Nagano zusammen mit dem Bayrischen Staatsorchester bestritten. Auf dem Programm steht: Vorspiel und Venusberg aus Tannhäuser, die Wesendonck-Lieder und Brahms 4. Sinfonie.

Medea in Corinto
1., 5. Juli – Nationaltheater – 9-100 EUR
Der Medea-Mythos von Giovanni Simone Mayr wird in der Regie von Hans Neuenfels und unter der musikalischen Leitung von Ivor Bolton auf die Bühne gebracht. Und auch die Besetzung mit Alastair Miles, Emanuele D’Aguanno, Nadja Michael, Ramón Vargas oder Laura Tatulescu kann sich

Rein Gold
1. Juli – Prinzregententheater – 28 EUR bzw. 10 EUR (ermäßigt)
Der 130 Seiten lange Bühnenessay „Rein Gold“ von Elfriede Jelinek findet in der Regie von Nicolas Stemann München seine Uraufführung.
„REIN GOLD ist eine Annäherung an Richard Wagners Ring des Nibelungen. Ausgehend vom großen Dialog zwischen Brünnhilde und dem Göttervater Wotan im 3. Akt der Walküre entspinnt sich bei Jelinek ein Gedankenfluss, der über Sprachassoziationen eine Verbindung zwischen Mythos, Wagner und Gegenwart schafft: kein Dialog, mehr appellativer Monolog, Text-, Sprach- und Gedankenfläche und schonungslos ehrlich mit Wagner und dem Heute.“ (Website der Bayerischen Staatsoper)

Goldberg-Variationen/ Gods and Dogs
2. Juli – Nationaltheater – 6-60 EUR
Ein Ballett-Stück von Jiří Kylián mit einer Choreographie von Jerome Robbins für vier Paare

Überwältigung. Ein Konzert
4. Juli – Haus der Kunst – 18 EUR bzw. 10 EUR (ermäßigt)
"Sie alle zielten auf ihr Publikum und die Wirkung ihrer Botschaft. Doch strapazierten ihre Ideen oft den Begriff von deren Realisierbarkeit: Richard Wagner schuf das unsichtbare Orchester und sinnierte, nachdem sein Bayreuth endlich aufragte, über das unsichtbare Theater. Alexander Skrjabins Mysterium sollte im unermüdlichen Repertoirebetrieb am Fuße des Himalajas die ganze Menschheit erlösen, Antonin Artaud forderte ein Theater der Grausamkeit, das über die Haut in Herzen und Hirne dringt. Erst John Cage versammelt die Konzertgemeinde dann um eine Musik, die nichts mehr spielt aber dennoch klingt: Stille – nicht 15 Stunden sondern, 4'33''. Das Konzert stellt die Werke und Manifeste von verschiedenen Idealisten und Ideologen des musikalischen Theaters vor." (Website der Bayerischen Staatsoper)
La fille mal gardée
5., 6., 8. (2x), 11. Juli – Prinzregententheater – 21-58 EUR
In einer Choreographie von Frederick Ashton und mit Musik von Ferdinand Herold und John Lanchbery

München komplett
6., 7., 8. Juli – Hofbräuhaus – 15 EUR bzw. 6 EUR (ermäßigt)
"City-Showdown: "Das komplette München in drei Abenden! Zum Finale ihrer Stadttournee zeigen die Bayerische Staatsoper und die Münchner Kammerspiele das Beste aus vier Stationen. Theater, Musik, Vorträge, Filme und Aktionen von und mit dem Ensemble der Kammerspiele, SängerInnen der Bayerischen Staatsoper und vielen Beteiligten von unterwegs." (Website der Bayerischen Staatsoper)

Steps & Times
7. Juli  - Nationaltheater – 6-60 EUR
Ballett in einer Choreographie von Frederick Ashton und Kenneth MacMillan und Musik von Igor Strawinsky, Johannes Brahms, Johann Strauß und Gustav Mahler. Letzterer mit dem Lied von der Erde und Heike Grötzinger sowie Bernhard Berchtold

Festspiel-Liederabend
7., 28. Juli – Prinzregententheater – 19-48 EUR
Christian Gerhaher gibt zusammen mit Gerold Huber am Klavier Beethoven, Schönberg, Haydn und Berg zum Besten

Festspielkonzert der Orchesterakademie
7. Juli – Allerheiligen Hofkirche – 15 EUR
Gespielt wird Darius Milhaud, Claude Debussy und Igor Strawinsky

Sehend hören
8. Juli – Pinakothek der Moderne – 12 EUR
Zusammen mit einem Kunsthistoriker wird sich der Münchener Götterdämmerung genähert.

La Cenerentola
9., 12. Juli – Nationaltheater – 10-132 EUR
In einer Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle und unter der musikalischen Leitung von Antonello Allemandi. Mit: Lawrence Brownlee, Nikolay Borchev, Alessandro Corbelli, Eri Nakamura, Paila Gardina, joye DiDonato, Alex Esposito

Das Mädchen und der Messerwerfer/ Las Hermanas/ After Light
9., 10. Juli – Prinzregententheater – 16-40 EUR
Ballette von Simone Sandroni, Russell Maliphant und Kenneth MacMillan mit Musik von 48nord, Eric Satie und Frank Martin

Festspiel-Liederabend
14. Juli – Prinzregententheater – 19-48 EUR
Mit Joyce DiDonato begleitet von David Zobel am Klavier. Gespielt wird Vivaldi, Fauré, Rossini, Schubert, Schumann, Head und Hahn

Festspielkonzert „Oper für Alle“: 
14. Juli - Marstallplatz - Eintritt frei
Gespielt wird vom Jugendorchester der Bayerischen Staatsoper Bedrich Smetana "Die Moldau" unter der Leitung Allan Bergius und Richard Wagner "Der Ring-ein Abenteuer für Orchester" (arr. Von Henk de Vlieger) unter der Leitung von Kent Nagano mit seinem Bayrisches Staatsorchester.

Festspiel-Nachtkonzert
16. Juli – Nationaltheater – 5-53 EUR
Werke um Wagners Ring des Nibelungen werden von den Blechbläsern der Bayrischen Staatsoper „OperaBrass“ gespielt. Special Guests sind zudem Diana Damrau und Michael Volle

Festspiel-Liederabend
16. Juli – Prinzregententheater – 19-48 EUR
Simon Keenlyside singt in Klavierbegleitung von Malcolm Martineau Schumann, Wolf und Schubert

La Boheme
17., 20. Juli – Nationaltheater – 11-163 EUR
Inszenierung: Otto Schenk, Musikalische Leitung: Dan Ettinger, Besetzung: Angela Gheorghiu, Laura Tatulescu, Joseph Calleja, Levente Molnár u.a.

Festspielliederabend
18. Juli – Nationaltheater – 6-60 EUR
Jonas Kaufmann singt, begleitet von Helmut Deutsch, Schuberts Winterreise

Festspiel-Konzert der Münchener Hofkantorei
18. Juli – Cuvilliés-Theater – 14-44 EUR
Frank Martins „Le vin herbé“ für 12 Singstimmen und nach dem Roman „De Tristan et Iseut“

Les Contes d’Hoffmann
19., 23., Juli – Nationaltheater – 11-163 EUR
Inszenierung: Richard Jones, Musikalische Leitung: Constantinos Carydis, Besetzung: Diana Damrau, Kathleen Kim, Genia Kühmeier, Dianara Alieva, rolanso Villazón, Ulrich Reß, u.a.

Mitridate, rè di Ponto
20., 23., 25., 27., 30. Juli – Prinzregententheater – 42-132 EUR
Inszenierung: David Bösch, Musikalische Leitung: Mark Wigglesworth, Besetzung: Barry Banks, Anja Nina Bahrmann, Tara Erraught, Lawrence Zazzo, Lisette Oropesa, Colin Lee, Eri Nakamura

Festspielkonzert des Opernstudios
25. Juli – Cuvilliés Theater – 14-44 EUR
Es werden Arien und Ensembles von Rossini, von Flotow und Mozart gesungen

Turandot
26., 29. Juli – Nationaltheater – 11-163 EUR
Inszenierung: Carlus Padrissa – La Fura dels Baus, Musikalische Leitung: Dan Ettinger, Besetzung: Jennifer Wilson, Alxander Tsymbalyuk, Marco Berti, Ekaterina Scherbachenko, u.a.

Festspielkammerkonzert
26. Juli – Cuvilliés Theater – 14-44 EUR
Das Schumann (Streich)Quartett spielt Beethoven und Tschaikowsky

La Traviata
27., 30., Juli – Nationaltheater – 11-163 EUR
Inszenierung: Günter Krämer, Musikalische Leitung: Omer Meir Wellber, Besetzung: Anja Harteros, Ramón Vargas, Simon Keenlyside, u.a.

Hacking Wagner
27., 28., 29. Juli – Haus der Kunst – 28 EUR bzw. 10 EUR (ermäßigt)
„Die israelische Choreographin Saar Magal nähert sich in ihrer Performance der Person Richard Wagner und besonders seinem Ring des Nibelungen sozusagen von Null, ohne vorgefasste Meinungen und Interpretationen im Blick zu haben oder genau damit zu spielen. In verschiedenen Szenen mit Tänzern aus Israel, Deutschland und Schweden entsteht eine interaktive Landschaft der Tetralogie, die andere Perspektiven auf Klänge und Figuren entstehen lässt. Gemeinsam mit dem visuellen Künstler Amit Drori und dem Komponisten Moritz Gagern setzt sich Saar Magal mit der israelischen Wagner-Debatte und der Wahrnehmung des Komponisten auseinander. Mehr als „Wer ist Wagner?“ steht die Frage „Was ist Wagner?“ im Mittelpunkt.“ (von der Website der Bayerischen Staatsoper)
Der Rosenkavalier
28., 31. Juli – Nationaltheater – 14-193 EUR
Inszenierung: nach Otto Schenk, Musikalische Leitung: Constantin Trinks, Besetzung: Renée Fleming, Franz Hawlata, Sophie Koch, martin Ganter, Ccamilla Tilling, Irmgard Vilsmaier, Ulrich Reß, u.a.

Festspielkammerkonzert
28. Julli – Cuvilliés Theater – 14-44 EUR
Es wird Ligeti, Mozart, Villa-Lobos und Francaix gespielt

Festspielkammerkonzert
30. Juli – Cuvilliés Theater – 14-44 EUR
Es wird Bruckner, Bruch und Brahms gespielt.
 
Begleitet wird das Programm der Münchener Opernfestspiele von einem Festspielgottesdienst, diversen Vorträgen und vier Ringseminaren zu 100 EUR. Geleitet werden die Seminare von Jürgen Schläder (Professor für Musiktheater an der LMU München).

Dienstag, 5. Juni 2012

Fazil Say in der Türkei angeklagt

Es gibt nicht viele Künstler, denen ich oft und immer wieder hinterherreise, nur um sie live zu sehen. Der Pianist und Komponist Fazil Say gehört zu ihnen – und das schon seit mehreren Jahren. Ich habe alle seine CD’s und höre sie rauf und unter. Seine Interpretationen sind sicherlich oftmals ein wenig unkonventionell und auch nicht jedermanns Geschmack, aber ich vergöttere ihn. ;) Und nicht nur ich: die französische Zeitung Le Figaro schrieb über Fazil Say: „Er ist nicht nur ein genialer Pianist, er wird zweifellos einer der großen Künstler des 21. Jahrhunderts sein.“

Nun soll er in seinem Heimatland der Türkei am 18. Oktober auf die Anklagebank. Ihm drohen bis zu 18 Monate Haft, aufgrund von religionskritischer Bemerkungen.

Ich habe in der Vergangenheit schon hin und wieder Interviews mit ihm gelesen, in denen er über die Verhältnisse in der Türkei gesprochen hat und öffentlich angekündigt hat das Land zu verlassen. Doch Hauptstreitpunkt sind nun offenbar einige Tweets, die er selbst verfasst oder retweetet hat. Sie sind mittlerweile in seinem Account gelöscht.

In der Anklageschrift heißt es laut Süddeutscher Zeitung, dass Fazil Say zum Hass aufgestachelt habe und religiöse Werte verunglimpfe. Der Staatsanwalt sei sogar der Auffassung Fazil Says Tweets könnten „zum Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung führen".

Das Ganze soll begonnen haben, als er Anfang April twitterte: "Du behauptest, durch die Bäche wird Wein fließen - ist das Paradies etwa eine Schänke? Du sagst, jeder Gläubige wird zwei Jungfrauen bekommen - ist das Paradies etwa ein Bordell?" Daraufhin brach ein wahrer Shitstorm auf ihn los, er wurde übel beschimpft und konterte mit Humor: "Der Muezzin trägt seinen Aufruf zum Abendgebet in 22 Sekunden vor. Prestissimo con fuoco!! Warum so eilig? Eine Geliebte? Der Raki-Tisch?" oder „Wo immer ein Narr oder ein Dieb ist, sie glauben alle an Gott. Ist das ein Widerspruch?“

Fazil Say hat sich indes geäußert, dass er niemanden beleidigen wolle, doch Meinungsfreiheit sei ein Recht für alle. Er hat sich in der Vergangenheit schon mehrfach mit der konservativen Regierung um Premierminister Tayyipp Erdogan angelegt und dieser hat nun offenbar vor dem berühmten Kritiker eins auszuwischen.

Ich bin schockiert und fassungslos!!

Samstag, 26. Mai 2012

Eröffnung der Berliner Staatsoper auf 2015 verschoben

Eigentlich wollte die Berliner Staatsoper am 3. Oktober 2013 ihr frisch renoviertes Stammhaus Unter den Linden wiedereröffnen, doch dann kam der kalte Winter und aufwändige Sicherungsmaßnahmen, so dass alles um 12 Monate verschoben wurde. Doch auch daraus wird wohl nix. Erst 2015 soll die Lindenoper fertig werden. Schuld daran sind nun Funde von mittelalterlichen Holzpfählen auf denen einst die Berliner Stadtmauer errichtet wurde.

Das Problem an den 17 Meter tief liegenden Pfählen ist, dass sie in Punkto Wasserdichte den Verbindungsbau zwischen dem Opernhaus und den Probebühnen behindern. Daher müsse neu geplant werden. Andernfalls könne mit der Zeit Grundwasser eindringen. „Nach einer Weile könnte es dann im umliegenden Bereich zu Absenkungen kommen, was eine Gefahr für die nebenstehenden Häuser bedeutet“, so Senatsbaudirektorin Regula Lüscher in der Berliner Morgenpost.

Staatsopernintendant Jürgen Flimm und Generalmusikdirektor Daniel Barenboim sind damit jedoch ganz und gar nicht einverstanden und Herr Barenboim hält fest, dass „können wir weder vom Inhalt noch von der Form akzeptieren.“ Doch ohne den Tunnel wird’s schwer gehen, da durch ihn nicht nur Kulissen und Technik zur Bühne befördert werden sollen, sondern er auch eine Rolle bei Belüftung und Brandschutz zu spielen hat.

Tja, bleibt abzuwarten, was passiert. Die Elbphilharmonie-Baustelle hat mich jedoch eins gelehrt: so was kann dauern – und dauern – und dauern….. ;)

Mittwoch, 23. Mai 2012

Anna Netrebko sagt zu....

....und zwar für die Mailänder Manon.

Ihr erinnert euch sicher noch an <meinen erbosten Bericht>, dass Frau Netrebko alle Berliner Don Giovanni Vorstellungen abgesagt hat, um sich mehr um ihren Sohn kümmern zu können? Das scheint mir aber nur Tränendrüsengedrücke gewesen zu sein, denn nun hat sie nicht einmal eine Woche vor der Berliner Don Giovanni Premiere (24. Juni) zwei Vorstellungen in der Mailänder Scala für die Partie der Manon zugesagt (19., 22. Juni). Sie springt für Natalie Dessay ein. Aha. In Mailand, während Papa Schrott in Berlin ist, kann man sich also besser um die Familie kümmern?!

Ich für meinen Teil komme mir einfach nur verarscht vor – und ich denke, das kann man an dieser Stelle mal so völlig unverblümt sagen. Und es ist zwar einiges nötig, um mich langfristig vom Kartenkauf eines bestimmten Sängers/ einer bestimmten Sängerin abzuhalten, aber das, was sich Anna Netrebko nun geleistet hat, und da ist die seltsame Absage der Münchener Bellini-Vorstellungen nur ein kleines Puzzleteil, ist in meinen Augen eine dermaßen bodenlose Dreistigkeit, dass ich mir ernsthaft überlege diese Sängerin in Zukunft komplett zu meiden (inklusive CD’s und DVD’s) – völlig egal, wie gut sie ist!

Dienstag, 22. Mai 2012

Anna Netrebko sagt Münchener "I Capuleti e i Montecchi" ab

Anna Netrebko hat soeben die beiden Münchener "I Capuleti e i Montecchi" Vorstellungen am 23. und 26. Mai aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Für sie springt Eri Nakamura ein. Die japanische Sopranistin hat die Giulietta bereits in der Premierenserie gesungen. Einige Berichte über die Premiere hatte ich zur Vorbereitung auf die Liveübertragung am letzten Samstag gelesen und dort wurde Eri Nakamura durchweg in den höchsten Tönen gelobt. Dennoch ist dies für Fans sicherlich nur ein schwacher Trost.

Auf der Website der Bayerischen Staatsoper heißt es zum Thema Karten-Erstattung:
"Bereits gekaufte Karten können nicht zurückgegeben werden, die Bayerische Staatsoper erklärt sich jedoch aus Kulanzgründen bereit, 50% des Kartenpreises zurückzuerstatten. Die Originaleintrittskarten können nach Besuch der Vorstellung inklusive Formular innerhalb von fünf Tagen (Eingangsdatum) beim Kartenverkauf eingereicht werden oder direkt nach der Vorstellung inklusive Formular beim Einlasspersonal abgeben werden." 

Die Formulare zur Rückerstattung können <hier> runtergeladen werden.

Ich hoffe, dass niemand von euch betroffen ist. Denn ich weiß selber nur zu gut, wie schmerzlich so was sein kann....

Und P.S.: Auch wenn's eigentlich ganz und gar nicht zum Post passt: Happy Birthday Meister Richard! Denn Richard Wagner wäre heute 199 Jahre alt geworden - und nächstes Jahr entsprechend 200. Nur so zur Info für alle, die sich über die vielen Wagner-Opern in den Spielplänen der nächsten Saison wundern. ;) Und gleiches gilt übrigens für Verdi, denn der wurde ebenfalls im Jahre 1813 geboren.

Freitag, 11. Mai 2012

Patricia Kopatchinskaja auf Promo-Bustour durch Berlin

Wer am Dienstag (15. Mai) noch nix vorhat und gerade in Berlin ist, sollte sich einen Gratis-Auftritt meiner absoluten Lieblingsgeigerin Patricia Kopatchinskaja nicht entgehen lassen:

Denn sie begibt sich auf eine musikalische Promobustour für ihr Benefizkonzert am 17. Mai in der Berliner Philharmonie. Sie spielt dort zugunsten eines Klimaschutzprojektes, das unter der Schirmherrschaft des WWFs und der Stiftung NaturTon steht, und die Renaturierung der Auenwälder im Mündungsgebiet des Flusses Pruth in ihrem Geburtsland Moldawien zum Ziel hat.

Los geht‘s um 11h mit Salonmusik und moldawischen Liedern auf dem Bebelplatz neben der Staatsoper. Dann geht es weiter zum Alexanderplatz (11.40h), Lustgarten (12:20h) und zum Pariser Platz (13h).

Und falls ihr dann Lust bekommt auch das Konzert zu besuchen, findet ihr alle Infos <hier> – die Karten kosten zwischen 7-50 EUR. 

+++Nachtrag+++
Das Benefizkonzert wird am 24.5. umd 20:03h auf Deutschlandradio übertragen.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Anna Netrebko sagt den Berliner Don Giovanni ab

Es gibt schlechte Nachrichten für alle, die die sündhaftteuren G-Preis Karten (60-220 EUR) gekauft haben, um Anna Netrebko als Donna Anna live zu erleben. Denn Frau Netrebko hat alle Vorstellungen des Don Giovanni in der Berliner Staatsoper abgesagt. Statt dessen singt nun Maria Bengtsson die Partie.

Als Begründung für die Absage steht auf der Website der Berliner Staatsoper:
"In einem Brief an Generalmusikdirektor Daniel Barenboim und Intendant Jürgen Flimm bittet Anna Netrebko die Staatsoper und ihr Publikum um Verständnis. Ihre Gründe seien rein persönlich. Sie wolle sich nach einem sehr arbeitsreichen Jahr ihrem Sohn Tiago widmen. Die Staatsoper nimmt dies mit großem Bedauern, aber auch mit Verständnis entgegen und freut sich auf ein Wiedersehen mit Anna Netrebko im November 2013."

Sorry, aber dafür habe ich echt keinerlei Verständnis! Man kann doch nicht ein Engagement annehmen und dann einfach entscheiden: Och nööö! Net schon wieder so’n Stress. Ich bleib lieber zu Hause.

Nachtrag:
Und nun zu der Kartenfrage: Denn anfänglich hatte ich geschrieben: "Und die Differenz zu einer anderen Preiskategorie gibt’s auch nicht zurück – ich hab angerufen und nachgefragt. Sie würden aus Kulanz (?) die Karten zurück nehmen – dann jedoch nur einen Gutschein über die Hälfte (!!) des Kartenpreises ausstellen." Doch wie sich nun herausgestellt hat, ist das nicht mehr aktuell - oder war's niemals. Denn auf ihrer Facebook-Seite hat die Staatsoper nun verlauten lassen, dass sie Gutscheine bereitgestellt haben, die sie auch schon per Post verschickt haben. Was ich bestätigen kann, denn auch wenn ich selbst noch nichts bekommen habe, haben Bekannte von mir bereits einen Gutschein im Briefkasten erhalten.

Nun frage ich mich natürich ernsthaft, wie es zu diesem Missverständnis kommen konnte, denn schließlich möchte man ja nicht der Depp sein, der falsche Nachrichten verbreitet. Ich bin das Gespräch mit der Opernkasse daher noch mehrmals in Gedanken durchgegangen - und nein: Da kann ich wirklich nix missverstanden haben. Denn ich habe klar und deutlich gleich zu Beginn gefragt: Gibt es, da Anna Netrebko nun abgesagt hat, einen Teil des Betrages zurück? Dies wurde verneint und von Gutscheinen war auch keine Rede. Die kamen erst ins Spiel, als ich mich schon wieder verabschieden wollte: denn da wurde mir noch mitgegeben, dass ich die Karten, obwohl sie das normalerweise nicht machen, aber zurückgeben könnte (ich hatte danach gar nicht gefragt, weil es ohnehin nicht in Frage kommt). Und nachdem man mich nach meiner Platzkategorie gefragt hatte, sagte man mir, dass ich dafür dann pro Karte 30 EUR als Gutschein bekommen würde. Da war aber ausdrücklich davon die Rede, dass das passieren würde, wenn ich die Tickets zurückgebe. Echt merkwürdig. Ich frag mich, was da wieder los war? Und die Frage, ob man die Karten nun überhaupt zurück geben kann, kann ich leider immer noch nicht beantworten. <- Für all diejenigen, die über Google-Suche zu mir gelangen und offenbar nach einer Antwort suchen, ob das nun möglich ist, oder nicht.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Livestream aus München - I Capuleti e i Montecchi

Am 19. Mai um 19h ist es wieder so weit! Die Bayrische Staatsoper in München überträgt erneut eine Vorstellung via Live-Stream im Internet. Gezeigt wird Bellinis Oper „I Capuleti e i Montecchi“ in der Regie von Vincent Boussard und unter der musikalischen Leitung von Yves Abel. Alle weitere Informationen findet ihr <hier>

Besetzung:
Romeo: Vesselina Kasarova
Giulietta: Anna Netrebko
Tebaldo: Dimitri Pittas
Capellio: Ante Jerkunica
Lorenzo: Paul Gay

Und hier zur Einstimmung schonmal der Trailer:

Mittwoch, 18. April 2012

Laufenberg droht mit Spielzeit-Aus

Der Finanzstreit um die Oper Köln geht offenkundig in die nächste Runde. Der Intendant Uwe Eric Laufenberg droht nun in einer Pressemitteilung damit, die kommende Saison ganz abzusagen. Im Fall der Fälle wäre Köln damit das erste deutsche Opernhaus, welches seit den Kriegsjahren 1943/44 eine komplette Saison absagt.

Als Grund dafür wird genannt, dass der Hauptausschuss des Kölner Stadtrates zwar zuvor genehmigt hatte, dass die finanziell angeschlagene Oper Kredite aufnehmen dürfe, jedoch keine neuen finanziellen Verpflichtungen, wie z.B. in Form von Verträgen, eingehen dürfe. Somit wären nach Angaben der Opernleitung auch keine neuen Künstlerverträge möglich.

In der Saison 2011/12 hat Laufenberg über 5 Millionen Euro aus Rücklagen nehmen müssen, um den Spielbetrieb wie von ihm geplant weiterlaufen zu lassen. Nun fordert er alle handelnden Personen auf eine schnelle Lösung zu finden. Die Vorstellung der neuen Saison ist/war (?) nämlich eigentlich für den 24. April geplant.

So ist es diversen Presseartikeln im Internet zu entnehmen. Allerdings klingt es für mich äußerst seltsam, dass die Kölner Oper jetzt erst mit dem Unterschreiben der Verträge für die nächste Saison beginnen will....

Montag, 19. März 2012

Live-Stream aus München - Eugen Onegin

Nach Fidelio, L’Elisir d’Amore und Don Carlo folgt am kommenden Samstag, also am 24.03., ein weiterer kostenloser Live-Stream aus der Bayrischen Staatsoper in München.

Es wird die Tschaikowsky Oper Eugen Onegin in der Regie von Krzysztof Warlikowski übertragen. In den Titelpartien werden Simon Keenlyside als Eugen Onegin, Pavol Breslik als Lenski und Ekaterina Scherbachenko als Tatjana zu sehen sein. Am Dirigentenpult wird Pietari Inkinen zu erleben sein. Weitere Infos und wie ihr zum Stream gelangt, könnt ihr <hier> auf der Website der bayrischen Staatsoper nachlesen.

Hier schonmal der Trailer (in anderer Besetzung) zur Einstimmung:


P.S.: Leider gibt es erneut keine Untertitel.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Anti-SOPA Blackout Day

Heute findet man nüschts auf den Seiten des englischsprachigen Wikipedia - nix außer einen Hinweis auf den Anti-SOPA Blackout Day. Und aus Protest sind auch einige deutsche Seiten und Blogs heute schwarz. Die Aktion soll einen Vorgeschmack darauf geben, was passieren könnte, wenn dieser Gesetzesentwurf namens SOPA in den USA verabschiedet wird. Denn dieser Entwurf, der sich gegen die Piraterie von Musik und Filmen im Internet wendet, geht in seiner Auslegung so weit, dass Seiten wie youtube sogar aus dem Index der Suchmaschinen fliegen könnten.

In der derzeitigen Gesetzeslage ist es so, dass wenn ein youtube-User beim Hochladen eines Clips gegen das Copyright verstößt, kann der Anbieter, also youtube, nicht haftbar gemacht werden, vorausgesetzt er nimmt den Clip nach einer Beanstandung vom Netz. Der SOPA Gesetzesentwurf würde vorsehen, dass sich dies drastisch ändern würde. Danach wäre es z.B. möglich, dass via Gerichtsbeschluss ein Verbot ausgesprochen würde, Geschäfte mit einer Website zu machen, die Inhalte bereitstellt, die gegen das Copyright verstoßen. Das würde sowohl Werbeanzeigen, als auch z.B. Paypal betreffen. Zudem könnte es in weiteren Schritten dazu führen, dass Suchmaschinen diese Seiten aus ihrem Index nehmen müssten oder die Zugangsberechtigung zu der Seite sogar komplett gesperrt wird. (Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/wikipedia170.html) 

Dies würde meines Erachtens das Internet um ein Vielfaches grauer und eintöniger machen, da Seiten, wie youtube oder Wikipedia, die davon leben, dass ihre User das Angebot (mit)gestalten, jedes Material vor Veröffentlichung genau prüfen müssten. Was in der praktischen Konsequenz ein derber Schlag gegen die Meinungsfreiheit wäre.

Welche Auswirkungen das auf Internetnutzer in Deutschland hätte, könnt ihr hier nachlesen.

Dienstag, 3. Januar 2012

Ein Scanner spielt Beethoven ;)


P.S.: Wer Beethovens "Ode an die Freude" mal von 10.000 Menschen im Chor gesungen hören möchte, der <klickt> bitte hier, denn der Link führt euch zur passenden arte-Doku.

Samstag, 3. Dezember 2011

Die drei Grazien....

.... Jonas Kaufmann, Anna Netrebko und Erwin Schrott sind derzeit in der Hamburger Innenstadt von ihrer schönsten Seite zu bewundern! ;)
©Sarah-Maria



....bin gespannt, ob sie dieses Plakat wirklich bis zum Sommer hängen lassen..... :D

Samstag, 19. November 2011

Spam-Angriff

©Sarah-Maria
Hallo zusammen,

auf mein Blog klicken seit einigen Minuten unkontrolliert drei Seiten:

777seo. com
justforlaughsgags. tv
googlecorrection. com

Meine Statistik schießt in die Höhe wie Blöde.... Grundsätzlich ja nix Schlechtes, aber in so einem Spam-Fall doch unerwünscht. Weiß jemand, was ich dagegen tun kann?

Ich habe mich natürlich schon selbst zum Problemlösungs-Googlen aufgemacht und an verschiedenen Stellen gelesen, dass man die Links nicht anklicken soll - warum stand da allerdings nicht.... Ähhh ja, ich hab natürlich draufgeklickt. Hüstel.... Aber ich habe soeben von einer anderen Bloggerin, die das Problem vor einigen Tagen hatte eine Nachricht bekommen, dass sich das Problem a) nach einigen Tagen von alleine löst und b) ihr Virenprogramm, obwohl sie auch draufgeklickt hat, nix auf ihrem PC gefunden hat .... Woanders habe ich den Tipp gelesen, diese Blogs bei google als Spam zu melden, ob's was nützt, weiß ich allerdings leider nicht :(

UPDATE vom 23.11.:
Ich weiß jetzt auch was das ist: das ist "Referer-Spam": die tun so, als ob ihre Website auf mein Blog verweist, mit dem Ziel, dass ich auf den Link in meiner Statistik klicke und dadurch Traffic auf der jeweiligen Website produziere.
Eine speziell für Blog-Eigentümer generierte Spamidee. Aber nichts, was meine Daten angreift, Viren verbreitet oder dergleichen.

Mittwoch, 9. November 2011

Ärmel hochkrempeln -> und los!

©Sarah-Maria
Äh ja, nachdem mein Blogprojekt nun mehrere Monate brach lag, werde ich einen Wiederbelebungsversuch starten..... der hoffentlich nicht nur beim bloßen Vorsatz bleibt!!!

Und damit ihr merkt, dass es mir ernst ist, werde ich auch gleich loslegen mit dem Posten! :D

Freitag, 24. Dezember 2010

Kastratenstimmen zum "Lobe Gottes"

©Sarah-Maria
Aus aktuellem Anlass lassen wir mit Papst Clemens XI mal einen Vertreter der Kirche zu Wort kommen...

„Daß keine Weibsperson bei hoher Strafe Musik aus Vorsatz lernen solle, um sich als Sängerin gebrauchen zu lassen; denn man wisse wohl, daß eine Schönheit, welche auf dem Theater singen, und dennoch ihre Keuschheit bewahren wollte, nichts anderes tue, als wenn man in den Tiber springen und doch die Füße nicht naß machen wolle.“

Verzichten auf den Soprangesang wollten die Geistlichen aber auch nicht komplett und besetzten ihre Chöre mit Männern, dessen Knabenstimmen durch Kastration über die Pubertät hinaus konserviert wurden. Den Widerspruch, dass laut den Gesetzen der katholischen Kirche Kastration unter Todesstrafe verboten war, löste der Vatikanstaat mühelos – sprich gar nicht – und stellte bis 1903 zum „Lobe Gottes“ (Papst Clemens XI) Kastraten ein. Alessandro Moreschi war der letzte Kastrat auf der Gehaltsliste des Kirchenstaates. Er starb 1922.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Das West-Eastern Divan Orchestra auf der Waldbühne

©Sarah-Maria
Am 21.08.2011 wird Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra zu Gast auf der Berliner Waldbühne sein. Gespielt wird Beethoven und es stehen wirklich hochkarätige Sänger bereit: Anja Harteros, René Pape,  Peter Seiffert und Waltraud Meier.

Allein um Waltraud Meier live zu hören würde sich der Eintritt vermutlich lohnen! Ihre Isolde ist einfach unschlagbar. In dieser Rolle habe ich sie bereits zweimal gesehen und war jedesmal hin, weg und zudem völlig von den Socken - auch wenn das nicht alle Anwesenden so gesehen haben: Zur Spielzeiteröffnung 2009 saß ich leider neben einer zwar perfekt gestylten, aber völlig gelangweilten auf ihrem Handy rumtippenden Alexandra Neldel.

Für ihren Liebestod hier klicken ..... ;)